Unser erster Urlaubsgast: Tragen mit dem Kokadi Flip Babysize

„Menschen werden in das Leben getragen. Menschen werden durch das Leben getragen. Menschen werden aus dem Leben getragen.“

unbenannte-fotosession-029Das Tragen gehört zum menschlichen Leben.

In einigen Phasen ganz konkret: Der ungeborene Mensch wächst im Bauch der Mama heran, sie trägt ihn viele Monate. Der neugeborene Mensch kann sich nicht alleine fortbewegen, er wird zunächst lange Zeit durch sein Leben getragen. Und auch, wenn die Fähigkeit die Welt auf zwei Beinen zu erkunden bereits erlangt ist, wird immer noch häufig Geborgenheit, Nähe und Liebe auf den Armen vertrauter Menschen gesucht.

Auch Erwachsene werden durch ihr Leben getragen – wenn auch eher metaphorisch: Von geliebten Menschen oder einer göttlichen Kraft, welche ebenso Sicherheit und Vertrauen im Leben schafft.

Und schließlich werden Menschen – egal welchen Alters – auch aus dem Leben getragen, wenn sie versterben.

Bereits unsere erstgeborene Tochter wurde in ihren ersten Lebensmonaten sehr viel getragen. Meist in einem Tuch, welches mir meine beste Freundin ausgeliehen hatte. Sie zeigte mir schon im Krankenhaus, wie ich es binden muss und ich war bzw. bin ihr dafür so dankbar. Ohne ihre Zuwendung wäre ich vielleicht gar nicht auf die Idee gekommen, so intensiv zu tragen. Später, als Muckel bereits sitzen konnte, wurde sie auch in einer sogenannten „Kompakttrage“ mit Schnallen, einem „Fullbuckle“ wie ich heute weiß, getragen: Dem Ergobaby Carrier. Besonders für das Tragen auf dem Rücken eignete sich dieser „Rucksack“ gut.

Im Zuge meiner zweiten Schwangerschaft habe ich mich sehr intensiv mit verschiedenen Tragemethoden und Tragehilfen auseinandergesetzt. Es gibt zwar ein paar Grundsatzregeln, die beim Tragen beachtet werden müssen – aber ansonsten sind Tragehilfen wie Schuhe – und da hat bekanntlich jeder bzw, jede andere Vorlieben:

„Tragehilfen müssen passen, bequem sein und im besten Fall noch hübsch anzuschauen sein.“

Ich bin zwar keine passionierte Schuhsammlerin, allerdings gefällt es mir sehr, unterschiedliche Tragehilfen auszuprobieren und auch zu kaufen (sehr zum Leidwesen meines Mannes). Glücklicherweise bin ich NOCH nicht in das Geschäft handgewebter Tragetücher eingestiegen und auch Minimucks Geburtstuch habe ich noch nicht gesucht. Das würde unser finanzielles Elternzeitbudget ziemlich sicher sprengen. Allerdings bin ich stolze Besitzerin eines „Ferraris“ unter den Mei Tais: Minimuck wird seit ihrer Geburt am häufigsten im LueMai getragen. Darüber werde ich aber noch einen eigenen Erfahrungsbericht schreiben.

Neulich wurde ich via Facebook von einer Tragemami auf eine ganz tolle Gruppe aufmerksam gemacht: „Tragehilfen auf Urlaub“. In dieser Gruppe kann man seine Tragehilfen anderen Trageeltern zuschicken und dafür im Gegenzug selbst einen Urlaubsgast geschickt bekommen (je nach individueller Absprache). So hat man die Möglichkeit ganz verschiedene Tragemöglichkeiten auszuprobieren – ohne ein Vermögen dafür auszugeben. An dieser Stelle erwähne ich aber ganz explizit, dass eine solche Gruppe keine professionelle Trageberatung ersetzt. Sie ist aber eine sehr schöne Möglichkeit, die Vielfalt der Tragelandschaft zu erkunden und wunderbare Bekanntschaften in der Trage-Community zu knüpfen. Und in diesem Sinne möchte ich Euch unseren ersten Urlaubsgast vorstellen: Den Kokadi Flip Babysize (im Design „Diorite Stars“).

Ich werde Euch jetzt hier keinen Testbericht mit Schulnoten präsentieren, sondern einfach meine Trageerfahrungen mit dem Kokadi Flip mit euch teilen – die selbstredend meine ganz persönlichen Erfahrungen sind.
Zunächst einmal die Eckdaten – der Kokadi Flip Babysize ist:unbenannte-fotosession-016

  • ein „Schnallentier“, also ein sogenannter „Fullbuckle“. Man muss nichts binden und im Prinzip nur einmal etwas einstellen (es sei denn, die Tragepersonen wechseln bzw. das Baby ist gewachsen).
  • aus Tragetuchstoffen in kbA Qualität gefertigt.
  • am Steg stufenlos durch ein Klettband verstellbar.
  • gepolstert am breiten Hüftgurt und an den Schulterträgern.
  • mit einem Abnäher im Pobereich versehen, der die Anhock-Spreizhaltung unterstützt bzw. das Beuteln leichter macht.
  • im Nackenbereich der Kopstütze verstellbar durch ein Gummiband, sodass Babys Köpfchen besser gestützt wird.
  • mit einer praktischen Kopfstütze ausgestattet, die auch zusammengerollt als Nackenpolster verwendet werden kann.
  • in unendlich vielen tollen Designs erhältlich.
  • auch in anderen Größen erhältlich (toddlersize und toddlersize XL).

So, das liest sich doch erstmal ganz gut, oder? Nun möchte ich mit euch meine persönlichen Erfahrungen teilen:

  • Was mir sofort beim Auspacken aufgefallen ist: Der Kokadi Flip Babysize ist super leicht. Er wiegt wirklich kaum etwas. Praktisch für unterwegs!
  • Mir persönlich ist die Polsterung der Schultergurte und des Hüftgurtes zu wenig. Ich habe vor allem im Nackenbereich ordentlich Zug verspürt.
  • Die Trage ist wirklich sehr schnell angelegt und durch den Abnäher im Pobereich beutelt das Baby quasi automatisch!
  • Ich hatte leider das Gefühl, das gesamte Gewicht von Minimuck auf meinen Schultern zu tragen. Ich konnte sie nicht wirklich lange darin tragen.

Mein Fazit: Die Trage ist wirklich sehr gut durchdacht und hübsch anzuschauen – aber für uns hat sie einfach nicht gepasst. Allerdings konnte ich durch diesen Urlaubsgast weitere Trageerfahrungen gewinnen und habe eine wirklich sehr liebe Tragemami kennengelernt. Insofern war es eine „Win-win-Situation“!

Im Austausch für den Kokadi flip habe ich übrigens meinen Ring-Sling von Pollora „Once upon a fairy tale“ in den Urlaub geschickt. Auch über diese Tragehilfe werde ich in Kürze berichten – schaut also öfter bei uns vorbei 🙂

1 Gedanke zu “Unser erster Urlaubsgast: Tragen mit dem Kokadi Flip Babysize

  1. Wie schön!

    Da bin ich fast ein bisschen neidisch, dass meine Kleine Hummel mit fast einem Jahr und fast 10 Kilo langsam meinen Rücken überfordert, sonst würde ich mich gerne auch mal in so einer Gruppe umsehen. Vielleicht mache ich das trotzdem 😉
    Mal schauen.

    Ihr gebt Minimuck durch das Tragen so viel Sicherheit, was sie ihr Leben lang unterstützen wird!
    (Gleiches gilt natürlich für Muckel)

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