Einen Monat vegan ernähren – vegan geht eben nicht unsichtbar

Nun sind schon mehr als drei Wochen vergangen, seitdem wir uns dazu entschlossen haben, tierische Produkte von unserem Speiseplan zu verbannen. Insbesondere in den letzten Tagen ist uns die Tragweite dieser Entscheidung noch einmal bewusst geworden. Wir müssen uns nun die Frage stellen, wie heiß die Reibung zwischen Familie und Veganismus werden darf. Darf das Tierwohl den Familienfrieden stören?

Im Gegensatz zu den meisten anderen Themen hier im Blog ist es der Veganismus, an dem sich die Geister mehr denn je scheiden. Klar, nicht jeder hat Verständnis dafür, dass unsere Kinder bei uns im Bett schlafen, auch die Entscheidung, unsere Kinder nicht zu früh fremdbetreuen zu lassen führt nicht immer zu Gegenliebe. Aber diese Themen bergen kein so großes Konfliktpotential wie der Veganismus und seine Folgen, denn er betrifft alle. Ich habe in meinen anderen Beiträgen mehrfach davon berichtet, welche Reaktionen unserer Mitmenschen wir erlebt haben und wie wir damit umgehen. Die Intention unseres Blogs und meiner Beiträge zum Thema war niemals, jemanden anzugreifen, jemanden zu diffamieren, jemandem in den Rücken zu stechen. Ich setze mich kritisch und häufig auch ergebnisoffen mit der Frage auseinander, inwieweit der Veganismus für uns eine richtige Entscheidung ist. Es steht jedem frei, zu kommentieren, mir bekannte Menschen können mich auch gerne direkt ansprechen.

Es scheint jedoch nötig zu sein, einiges klarzurücken, da es offenbar auf dem falschen Ohr (bzw. Auge) der Lesenden angekommen ist. Ich verstehe, dass sich einzelne Personen in diesen Beiträgen wiederfinden. Das ist natürlich auch durchaus beabsichtigt, denn ich berichte ja und erfinde nicht. Mir stellt sich allerdings die Frage, inwieweit und warum das als Angriff gewertet werden kann. Ich habe daraufhin noch einmal alles durchgelesen, was ich geschrieben habe und mir viele Gedanken dazu gemacht. Welchen Fehler habe ich begangen?

Ich lese aktuell das Buch „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ von Melanie Joy. Sie ist Professorin für Psychologie und Soziologie in Boston, hat in Harvard ihren Abschluss gemacht und als Sozialpsychologin promoviert. Folglich hat man es bei ihrer Veröffentlichung auch mit einem wissenschaftlichen Buch „light“ zu tun – es ist für die Massen geschrieben und sicherlich deutlich leichter zu lesen als z.B. ihre Doktorarbeit, welche zur Veröffentlichung dieses Buches geführt hat. In ihrem Buch beschreibt sie den von ihr eingeführten Begriff des „Karnismus“. Der Klappentext reduziert die Essenz des Buches auf die Frage: „Wie kommt es, dass wir als Gesellschaft manche Tiere ganz selbstverständlich essen, bei anderen aber niemals auf diese Idee kämen?“. Der Karnismus ist ihrer Aussage nach eine Ideologie, genauer eine gewalttätige Ideologie, denn nimmt man die Gewalt aus dieser Ideologie (also das Töten der Tiere), denn gäbe es das System nicht mehr. Diese Ideologie ist fest etabliert, damit unsichtbar. Kaum jemand stellt sie in Frage – „es ist halt so“. Karnismus ist Mainstream. Ihrer Aussage nach trug die Tatsache, dass diese unsichtbare Ideologie des Selbstverständnisses bisher keinen Namen hatte, maßgeblich dazu bei, dass sie nicht als Ideologie erkannt wurde, nicht erkannt wird.

Es herrscht eine stille Übereinkunft zwischen der Fleischindustrie und den Konsument*innen. Niemand will gerne sehen, wie die Tiere leiden, deswegen zeigt es die Industrie nicht. Und wenn niemand es sieht, wird es unsichtbar. Viele Menschen wissen, dass der Verzehr von Fleisch und Tierprodukten zu Tierleid führt – die Autorin beschreibt, welche Abwehrmechanismen der Mensch anwendet, um trotz der paradoxen Tatsache, dass er selbst das Tier nicht töten könnte, selbst nicht zusehen könnte, wie Tiere gequält werden, ohne Probleme Fleisch essen oder Milch trinken kann. Wir verleugnen den Karnismus, vermeiden und rechtfertigen ihn – er ist verinnerlicht. Wir reden uns ein, dass Fleischkonsum natürlich, notwendig und normal sei. Wir kategorisieren kulturabhängig Tiere in „essbar“ und „nicht essbar“. Außerdem sprechen wir den Tieren kognitive Fähigkeiten ab, damit es leichter fällt, sie zu essen.

Und solange dieses System unsichtbar bleibt, braucht sich auch niemand Gedanken darum zu machen und stellt nicht bei jedem Stück Fleisch auf dem Teller die Frage, ob das nun in Ordnung ist oder eben nicht.

Warum schreibe ich das alles? Ganz einfach: Im Gegensatz zum Karnismus, der unsichtbar war, ist unser Veganismus sichtbar. Und das geht auch gar nicht anders. Im Gegensatz zu zum Beispiel einiger religiöser oder politischen Ansichten können wir es nicht verheimlichen. Es führt unweigerlich zur Diskussion, aber auch zwangsläufig dazu, dass unserem Gegenüber dieses System offenbart wird. Natürlich blickt man auf sein eigenes Stück Fleisch anders, wenn einem durch den*die Veganer*in am Tisch gerade bewusst gemacht wird, was er/sie gerade isst. Dafür muss er/sie noch nicht einmal was sagen – alleine die Tatsache, dass man eben die bereits genannte „Extrawurst“ brauchte oder bestimmte Dinge offen ablehnt, führt zur Sichtbarkeit. Es funktioniert kaum, dass es nicht zur Sprache kommt. Wird einem als Veganer*in Kuhmilch in den Kaffee geschüttet, trinkt man ihn eben nicht mehr – was soll die Alternative sein? Ihn gezwungenermaßen trotzdem trinken, weil man Diskussion und Auseinandersetzung vermeiden will? Das klappt eben nicht – bei Allergiker*innen genauso wenig wie Veganer*innen. Allergiker*innen müssen sich jedoch nicht rechtfertigen – auch würde es keine Reaktion beim Gegenüber auslösen, die zu einer Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten führt – man selbst isst dann ja trotzdem noch gerne z.B. Erdnüsse.

Ich entschuldige mich nicht dafür, dass der Veganismus zum Thema wird. Ich rede niemandem ungefragt sein Fleisch madig, rede niemandem ins Gewissen während er isst, verlange auch von niemandem, seine eigene Lebensweise umzustellen. Ich werde mich jedoch auch nicht unsichtbar machen können, werde auch weiterhin zu meiner Entscheidung stehen. Es wurde in den letzten Tagen viel von Toleranz geredet. Genauso, wie ich sie entgegenbringe, erwarte ich sie auch im Gegenzug. Wenn ich dann allerdings Verhaltensweisen sehe, die absichtlich darauf abzielen zu provozieren, um gewissermaßen einen Gegenpol zu bilden, hört es dann auch bei mir auf. Uns ist bewusst, dass wir mit unserer Entscheidung zu einem Spiegel werden – wer uns anschaut, erkennt sich selbst, teilweise klarer als zuvor. Liegt das Problem dann bei uns oder bei der Person an sich? Vielleicht gefällt das Spiegelbild auch einfach nicht.

Ich wiederhole noch einmal: unsere Entscheidung zum Veganismus ist kein Angriff auf einzelne Personen. Die Entscheidung, diesen Blog zu führen, macht natürlich unsere Auseinandersetzung mit diesem Thema sichtbar. Es ist ein digitales Tagebuch, es steht hier niedergeschrieben, was uns bewegt, was uns berührt, was uns aufregt – es ist etwas ganz persönliches, was wir trotzdem gerne teilen möchten. Die Gedanken und die Auseinandersetzung mit bestimmten Themen ist mir wichtig. Sie hilft außerdem dabei, sich kritisch mit dem auseinanderzusetzen, was man erlebt hat. Oftmals wird nur so bewusst, was vorher nicht aufgefallen wäre. Wird klar, was andere gesagt oder getan haben. Wenn wir einzelne Episoden herausstellen, dann, weil sie uns bewegt haben, nicht, weil wir anklagen wollen. Ich für meinen Teil möchte jedoch nicht entscheiden, ob ich lieber Veganer bin oder eine intakte Familie habe. Ich werde auch niemandem diese Wahl aufzwingen, erwarte dann aber auch das gleiche. Ich bin gerne bereit, mich persönlich und sachlich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Was mir jedoch sehr bewusst wurde: Veganismus kann man schwer umfassend sachlich diskutieren. Eventuell den gesundheitlichen Aspekt, vielleicht auch den ökologischen. Spätestens aber beim ethischen hört es auf – der ist aber auch Teil unserer Entscheidung.

Es mag überheblich klingen, und ich zitiere da einen Kommentar, welchen ich bei Facebook erhalten habe: „Diskutierst du sachlich über den Veganismus, kannst du nur gewinnen. Aber niemand hat Lust, zu verlieren“. Stelle ich mich damit aktuell auf eine ethisch höhere Stufe als andere? Ja, vielleicht. Es gibt nun einmal für mich keine Gründe, warum man Tiere töten oder quälen sollte, wenn es nicht notwendig ist. Hier und heute ist es eine völlig freie Entscheidung, Tierprodukte zu konsumieren. Und es gibt keinen besseren Grund es zu tun, als die eigene Lust darauf – also eine egoistische Entscheidung. Dieser Grund ist legitim – ich möchte niemandem die Entscheidung absprechen, Fleisch, Eier oder Milch zu konsumieren. Auch werde ich niemanden zwingen, sich Tierschlachtungen anzusehen – führt jedoch mein eigenes Verhalten zu einer unbequemen Auseinandersetzung mit dem Thema kann und will ich daran nichts ändern. Im Gegenteil, das begrüße ich. Wenn sich dabei einige Menschen angegriffen gefühlt habe, tut es mir leid und ich bin liebend gern zur Diskussion bereit – ich möchte es dann gerne beim nächsten Mal besser machen. Ich fordere dennoch auf zu ergründen, WARUM man sich angegriffen gefühlt hat. Denn häufig scheint es die eigene Unsicherheit oder Unwissenheit zu sein, die zur Ablehnung oder zur Verteidigungshaltung führt.

Veganismus ist unbequem – für beide Seiten. Das ist leider Fakt. Wenn ich allerdings sehe, dass sich die Zahl der Veganer in Deutschland in den letzten Jahren verzehnfacht hat, erkenne ich auch ein Umdenken. Vielleicht fällt es dann leichter, vielleicht ist man dann nicht mehr der einzige Fisch, der gegen den Strom schwimmt und ständig gegen andere stößt. Neue Informationen, neue Erkenntnisse und auch neue Einsichten werden dazu führen, dass der Konsum von Fleisch bewusster wird. Ich möchte nicht täglich mit der Moralkeule schwingen – jedoch verstehe ich diesen Blog und auch den Kommentarbereich schon als Podium um Argumente auszutauschen. Dazu gehört eben auch meine Art des freien Herunterschreibens meiner Gedanken die teilweise provokativ ist. Nehmt euch also auch eine Keule und betretet das Podium, ich kann das ab – ich bin ja selbst noch am Üben.

6 Gedanken zu “Einen Monat vegan ernähren – vegan geht eben nicht unsichtbar

  1. Hallo ihr Lieben,

    Irgendwie finde ich es komisch, wenn man sich durch den veganen Lebensstil anderer Menschen angegriffen fühlt. Es ist doch jedem selbst überlassen, was auf seinem Teller landet oder eben nicht.
    Das ist genauso wie die Menschen, die glauben, das Recht auf die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare gefährde ihre Lebensweise.

    Nur weil andere Menschen sich für einen Lebensstil entscheiden, muss ich ja nicht auch so leben, wenn es mir nicht gefällt.

    Natürlich ist es nicht schön sich vorzustellen, wie Mama Kuh ihrem Kalb nachtrauert, während man sich die Milch in die Cornflakes gießt, aber daran dass das so ist und an dem daraus resultierenden schlechten Gewissen ist am wenigsten der Veganer schuld, sondern jeder für sich mit seinen Entscheidungen als Konsument.

  2. Hallo,ihr Lieben! Jetzt schreibe ich auch mal in einem Blog einen Kommentar,-Premiere für Omi! ;D
    Ich/unsere Familie lebt ja schon über 30 Jahre vegetarisch(von 3 erwachsenen Kindern immerhin bis heute zwei.),und ich habe damit überhaupt kein Problem:
    Vegan essen ist euer Ding,-nur zu! Für mich ist es vegetarisch,mit Eiern und Milch,sonst fehlt mir einfach was,und immerhin kaufe ich Bio…
    Aber das ist gar nicht mein Thema,sondern die Neugierde treibt mich:
    Ihr seid bisher ja immer eine „Woll-Mäuse“-Familie gewesen,d.h. eure Süßen waren immer schön mit Wolle/Seide angezogen. Und Lederschuhe waren ja auch selbstverständlich.
    Nun frage ich mich,da ihr den Veganismus ja sehr ernst nehmt und es eine Herzensangelegenheit von euch ist,von Tieren nichts mehr zu nehmen,
    -habt ihr euren Kleiderschrank,bzw.die der Kleinen runderneuert?? Und wenn ja,welche Alternativen habt ihr gefunden? Ich schwöre ja auf Wolle wegen der Eigenschaft,warm zu halten,nicht zu überhitzen und sich auch naß nicht naß anzufühlen. Gibt es da einen gleichwertigen Ersatz?
    Dasselbe mit Leder,-aus welchen Material sind eure Schuhe?
    Fragen über Fragen,..ich bin da wirklich sehr interessiert!
    Liebe Grüße,Oma Tine
    P.S. Großartiges Titelfoto in eurem Blog!!!!! 😀

    • Hallo „Oma Tine“!
      Herzlich Willkommen auf unserem Blog, wir freuen uns sehr!

      Es ist richtig, Veganismus ist keine Ernährungs- sondern eine Lebensweise. Dazu gehört natürlich auch, Tiere nicht auszubeuten und auch andere Aspekte im Auge zu behalten.
      Der Titel unserer Blogreihe lautet nicht umsonst: Einen Monat vegan ernähren, da wir diese Umstellung von jetzt auf gleich vornehmen konnten.
      Bezüglich all der anderen Aspekte (Nachhaltigkeitsfragen, ökologischere Alternativen, etc.) betreiben wir gerade intensiv Recherche.
      Um konkret auf deine Fragen zu antworten: Nein, wir haben den Kleiderschrank nicht ausgemistet.
      Über die Frage, ob das Sinn macht, kann man auch länger diskutieren, das handhaben viele „Neu-Veganer“ anders.
      Auftragen bis die Sachen auseinanderfallen ist da eine Alternative – es gibt die Kleidungsstücke ja schon, wegwerfen würde absolut keinen Sinn machen. Unsere Nahrungsmittel haben wir zum Beispiel alle verschenkt.
      Führt dann allerdings zu den Problemen Nachahmung (wir leben also nach außen vor, was wir eigentlich nicht vertreten) und Inkonsistenz (wie soll man das Weitertragen so richtig sinnvoll erklären?).
      Alternativen wären spenden oder verkaufen, was viele machen. Erschließt sich für mich allerdings auch nicht, da das Problem der Nachahmung dann weiterhin besteht. Ich kann ja nicht wissen, ob nicht die Alternative für gebrauchte Wolle/Seide stinknormale Baumwolle wäre.
      Meine Mutter, die ja auch mitzieht, sieht zum Beispiel kein Problem darin, ihre bisher ausschließlich gebraucht gekauften Ledersachen weiterhin zu tragen. Überzeugte Veganer würden das wahrscheinlich aufgrund des Ekels nicht machen, bei meiner Mutter sind allerdings die ethischen Aspekte untergeordnet. Ich denke nicht, dass wir nun alle Dinge rauswerfen. Veganismus ist nach meiner Auffassung auch nicht binär – wird aber häufig so gesehen. Es gibt Hardliner – die verteufeln selbst andere Veganer, weil sie Sojaprodukte essen. Es gibt auch Veganer, die kein Problem mit Wiesenhof-Produkten, die vegan sind, haben. Obwohl dieser Konzern ein Sinnbild der grausamen Tierhaltung ist. Insofern fühle ich mich auch nicht als schlechter Mensch, nur weil ich damals Dinge anders gesehen habe, nun aber den Standpunkt gewechselt habe. Und muss mich auch vor niemandem außer mir selbst rechtfertigen, meine Lederschuhe aufzutragen und mir beim nächsten Mal halt eine vegane Alternative hole.

      Wir sind bisher wie folgt vorgegangen: Alles, was alle war, wurde durch „bessere“ Alternativen ersetzt. Unser Duschgel, unser Shampoo, unsere Deos sind nun alle vegan, eigentlich jedes gekaufte Produkt wird überprüft, inwieweit es nun vegan (nicht nur essenstechnisch) ist oder nicht. Wir achten auf Hersteller, stellen fest, in wie vielen Produkten Tier enthalten ist, von denen man es nicht vermutet. Schauen auf Regionalität und ökologische Aspekte. Ja, Einkaufen dauert anfangs deutlich länger.

      Deine eigentliche Frage habe ich damit aber noch immer nicht erschöpfend beantwortet: Welche Alternativen es gibt.
      Zu Leder sage ich ganz einfach Kunstleder, wenn man denn den Look „braucht“. Es gibt gute Kunstleder, welche sich kaum unterscheiden. Auch hier könnte man jetzt wieder „Aber…“ schreien, auf Umweltbelastung hinweisen. Gibt für einige halt immer was zu meckern. Insbesondere bei Kinderschuhen überleben die Schuhe sowieso die Nutzungsdauer – selbst wenn die Haltbarkeit da etwas geringer ist, das würde mir gar nichts ausmachen. Ansonsten gibt es natürlich tausende andere Alternativen. Turnschuhe bekommt man natürlich auch lederfrei – oft ist nur die Zwischensohle aus Leder. Die nimmt man dann eben nicht, da gibt es viele Alternativen, die nicht schlechter sind. Leder wird ja vor allem wegen der Haltbarkeit und der wasserabweisenden Eigenschaften gekauft. Hier gibt es aber Alternativen aus Kunststoff, welche diese Eigenschaften erreichen.

      Die Frage nach Alternativen ist gerade bei Wolle/Seide sehr berechtigt, da ich darauf nicht sofort eine Antwort liefern kann. Es stimmt, wir haben dieses Material aufgrund der guten Eigenschaften bevorzugt, die ich auch nicht absprechen möchte. Die Suche nach Alternativen hat bisher nur am Rande stattgefunden, da es noch nicht aktuell war. Ich habe schon viel von Lyocell (welches vor allem unter der Handelsmarke Tencel zu finden ist) gelesen, kenne den Markt da aber nicht, da würde ich aber mit der Suche starten. Auf die schnelle habe ich diese Seite gefunden: https://www.kuli-muli.de/produkte/funktionelle-baby-unterwasche/gegen-hautprobleme/studien-zu-lyocell-unterwaesche/
      Da ist sicherlich viel Werbegefasel zwischen, aber was ich so an Erfahrungen gelesen habe, soll das wirklich gut sein.
      Mein wärmster, atmungsaktiver Pulli ist aus Polyestervlies, darüber hinaus gibt es noch Sisal und Bambus. Und natürlich kann man auch Baumwolle tragen. Und es gibt bestimmt noch tausend andere Alternativen. Ich glaube, die Antwort lautet hier: Wer suchet, der findet. Und selbst wenn die Alternative nur 80% der geschätzten Eigenschaften der Wolle/Seide (es gibt übrigens auch Sojaseide – kenne ich allerdings nicht) aufweist – ich glaube nicht, dass das den Kindern schadet.
      Wenn du magst, kann ich dir ja gerne noch einmal schreiben, wenn wir eigene Erfahrungen gemacht haben.
      Einen schönen Abend,
      Philipp

  3. Moin allerseits! 😉
    (ich komme unter der Woche kaum zum Schreiben,da mein Alltag recht gefüllt ist…)

    Vielen Dank für die prompte Antwort,Philipp,-sehr interessant,auch der link…da tut sich wohl was! Schön für die Veganer,-hoffentlich geht das weiter in diese Richtung.
    Ich allerdings werde von Naturmaterialien eher nicht abgehen,aber ich esse ja auch Eier etc. ;D

    Berichte gerne weiter,wie’s bei euch sich so entwickelt!

    Liebe Grüße,Omi

  4. Stimmt,-ich dachte halt an Wolle und Seide… aber richtig,-Baumwolle und Leinen etc.sind ja vegan und Natur! 😉

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